Countdown auf die Gute Form in Hannover

Zum vierten Mal unterstützt der Beschlaghersteller OPO Oeschger den Bundesverband Tischler Schreiner Deutschland (TSD) in der Ausrichtung des Bundesentscheides “Die Gute Form”. Insgesamt 23 Gesellenstücke wurden von den Landesverbänden nominiert. Anlässlich der Ligna in Hannover werden vom 6. bis 10. Mai 2013 der Bundessieger sowie verschiedene Sonderpreise ermittelt.

Das Gesellenstück von Alexandfer Roser wurde vom Fachverband Schreinerhandwerk Bayern für die Teilnahme am Bundeswettbewerb "Die gute Form" nominiert

Das Gesellenstück von Alexandfer Roser wurde vom Fachverband Schreinerhandwerk Bayern für die Teilnahme am Bundeswettbewerb “Die gute Form” nominiert.

“Wir sind jedes Jahr aufs Neue über das grosse kreative und handwerkliche Können der jungen Gesellinnen und Gesellen erfreut”, so Hugo Gähwiler, Geschäftsführer der OPO Oeschger GmbH. Als Vorgeschmack auf die mit Spannung erwartete Ausstellung in Halle 11, präsentiert der Beschläge- und Werkzeughändler aus Villingen-Schwenningen die nominierten Gesellenstücke in seinem Weblog blog.opo.de. Die Serie startet am Dienstag nach Ostern, dem 2. April 2013: Jeden Werktag wird in alphabetischer Reihenfolge ein neues Gesellenstück in Wort und Bild vorgestellt.

Für Auszubildende des aktuellen Abschlussjahrganges gilt weiterhin das Angebot, Beschläge für das Gesellenstück verbilligt zu beziehen: Wer Beschläge über die Webseite dieguteform.opo.de bestellt, profitiert von einer Gutschrift über 20 Euro und versandkostenfreier Lieferung.

Schweres Gerät

Gesellenstück von Jacob Breitenfeld, Berlin. Fotos: Markus Hilbich

Der Werkzeugkoffer in massiver geölter Kirsche hat einen offen gezinkten Rahmen; Deckel und Boden sind als Füllung eingenutet. Die Werkzeughalter aus breitem Juteband mit aufgenähten elastischen Schlaufen sind mit Einschlagösen und Linsensenkkopfschrauben im Holz befestigt. Für die Befestigung von Griff und Trageschlaufen kommen auch wegen des bereits stattlichen Leergewichts der Kiste Becherschrauben und Einschraubmuffen zum Einsatz. Jacob Breitenfeld, Berlin. Ausbilder: Kernholz GmbH.

RAL-Container

Gesellenstück von Karsten Deege, Berlin. Fotos: Markus Hilbich

Die RAL-Töne Ockergelb, Grauanthrazit und Rubinrot prägen das mobile Möbelstück weitaus stärker als die Rollen. Lackierte MDF in abgestuften Dicken: Böden 30 mm, Fronten 16 mm, hintere Ablagen 12 mm. Klassisch geführte Schubkästen. Die Tür ist mit einem Herzig-Phantomband angeschlagen, das Tablar öffnet mit einem Druckschnäpper von Häfele. Doppelrollen von Steinco, Serien 820, 828. Karsten Deege, Berlin. Ausbilder: Henrik Schwerdtner.

Für Schwergewichte

Gesellenstück von Josef Happ, Berlin. Foto: Markus Hilbich

Der 544 mm hohe Couchtisch aus massiver Esche bietet unter der 40 mm dicken, verschiebbaren Platte ein großes und zusätzlich ein abgeteiltes, verschließbares Fach. Die Tischplatte ist auf Corianstreifen geführt. Zwischen die 80 mm dicken, ausgestellten und konisch zulaufenden Stollen schlägt das passend abgeschrägte Doppel des Schubkastens ein. Gesellenstück von Josef Happ, Berlin. Ausbilder: MKT Möbelmanufaktur.

Die beweglicheTischplatte ist auf Corianstreifen geführt. Darunter ist ein Geheimfach abgeteilt.

Aller guten Dinge sind drei

Gesellenstück von Vicky Wesser. Foto: Markus Hilbich

Drei Korpuselemente, die im Sockelbereich auf Rahmenhölzern aufsitzen, addieren sich zum Sitz- und Stauraummöbel. 10 mm breite Fugen gliedern die Front. Der Korpus in amerikanischem Nussbaum besteht aus furnierter 19 mm Stäbchenplatte mit Einleimern im Fugen- und Bandbereich. Die Truhendeckel aus lackierter MDF sind mit Lappenbändern angeschlagen. Das lederne Sitzkissen ist mit Klettband befestigt. Gesellenstück von Vicky Wesser, Ausbilder: Physikalisch Technische Bundesanstalt Braunschweig.

Kontrast und Kontur

Gesellenstück von Lee Ruppert, Berlin. Foto: Markus Hilbich

Das wandhängende Sideboard in Räuchereiche und HPL verbirgt geschlossen weitgehend seine Materialdicke. Der Betrachter hat fast den Eindruck eines aus dem Vollen geschnittenen Volumens, dessen horizontale Ebenen sich dunkel absetzen. Nur der Schubkasten aus Eichenholz durchbricht diese Logik. Der Korpus besteht aus 19 mm Stäbchenplatte. Die Radien sind aus 6 mm FU gebogen. Gesellenstück von Lee Ruppert, Berlin. Ausbilder: Hätscher Möbel und Innenausbau.

Räuchereiche und HPL treffen ohne erkennbare Materialdicke aufeinander. Foto: Markus Hilbich

Für Pinsel, Farben und Zeichnungen

Gesellenstück von Katharina-Marita Wichert, Berlin. Foto: Markus Hilbich

Der Korpus der kleinen Truhe aus Birkenholz ist auf Gehrung gefertigt. Boden und Deckel, auf Gehrung abgesetzte Rahmen mit Füllungen, sind mit Überstand aufgesetzt. Der seitliche Schubkasten ist klassisch geführt und läuft prima! Der Einlegeboden ist mit einer Griffmulde versehen und liegt mit genuteten Hirnleisten passgenau auf gefälzten Leisten. Das Holz ist mit weiß pigmentiertem Öl behandelt. Gesellenstück von Katharina-Marita Wichert, Berlin.

Eleganter Klassiker

Gesellenstück von Jan Wagenitz, Berlin. Foto: Markus Hilbich

Leichter Tisch aus gedübelten Zargen, zum Boden stark abgeschrägten Beinen und einer beidseitig mit 4 mm dickem Nussbaumfurnier belegten Stäbchenplatte. Die massiven Anleimer sind auf Gehrung ausgeführt. Eine Besonderheit sind die sogenannten Aufzinker, die zusammen mit dem Laufrahmen den Schubkasten führen; sie sind stirnseitig in den Zargenrahmen eingenutet. Der Schubkastenboden ist mit Linoleum belegt. Hinten ist ein Fach abgeteilt: Die mit feinen Zapfenbändern gelagerte Klappe ist abschließbar.

Die Flanken des Schubkastengehäuses bilden sogenannte Aufzinker, sie sind stirnseitig in den Zargenrahmen eingenutet.

Kleine Kommode

Gesellenstück von Felix Neumann, Berlin. Foto: Markus Hilbich

Felix Neumann aus Berlin hat als Gesellenstück eine bodennahe Kommode in Kirschbaum und Stahl gefertigt. Der furnierter Korpus aus durchgefärbter MDF hat drei Schubkästen. Der Materialkontrast wird dezent in den Abständen der Doppel sowie plakativ an deren Kanten sichtbar. Die seitlich auf die Korpuswangen aus aufgedoppelter Multiplex gesteckten Rahmen sind, 5 mm dick und 60 mm breit, aus schwarz angelassenem Flachstahl gefertigt. Sie prägen den markanten Auftritt des kompakten Möbels.

dds-Preis: 10000 Euro für junge Talente

dds lobt in Zusammenarbeit mit der Arthur Francke‘schen Stiftung den »dds-Preis für junge Talente im Tischler und Schreinerhandwerk« aus. Mit dem Preis werden junge, kreative und ambitionierte Menschen aus dem Tischler-/Schreinerhandwerk in ihrer weiteren beruflichen Entwicklung unterstützt. Der Preis ist einerseits Anerkennung für bereits erbrachte Leistungen, soll jedoch andererseits auch zur weiteren kreativen Auseinandersetzung mit dem Handwerk motivieren und den Besuch von Fortbildungsmaßnahmen o.ä. ermöglichen.

Das Preisgeld beträgt insgesamt 10000 Euro. Es werden drei Preise vergeben, die mit 5000 Euro, 3000 Euro und 2000 Euro dotiert sind. Teilnahmevoraussetzung ist eine begonnene oder abgeschlossene Ausbildung im Umfeld des Tischler-/Schreinerhandwerks (z.B. Tischler, Holzmechaniker, Holztechniker, Gestalter Möbel und Raum o.ä.). Das Höchstalter ist 25 Jahre.

Die Arthur Francke‘sche Stiftung fördert Ausbildung, Erziehung und Bildung in handwerklichen Berufen. Sie geht auf den Unternehmer und Holzhändler Arthur Francke (1866–1941) zurück.

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